Inhalt:
1) Hermann Vahlenkamp
2) Grillhaus
3) Heinrich Bartels
4) Nachkriegszeit und Polenhochzeit
5) Pferdewagen mit Vergangenheit
6) Ausflug in den Teutoburger Wald
7) Bild in der Zigarrenkiste
8) Tante-Emma-Laden schließt seine Pforten
9) Sieben Bürger in Uniform
10) Kriegerdenkmal
11) Jugendfußball VfR-Wardenburg
12) Gemischter Chor Achternholt
13) Häusle-Bauer
14) Ausfflug zum Teuteburger Wald
15) Gedenktafel 1939 - 1945
Hier werden besonders aktive und unvergessene Achternholter sowie besondere Ereignisse in Erinnerung gebracht.
1)
Hermann Vahlenkamp, einer der
damals ältesten Dorfbewohner, hat wesentlich zur Gründung der
Achternholter Dorfgemeinschaft am 11.11.1966 in der damaligen Gastwirtschaft
Teebken beigetragen.
Die ersten Vorgespräche über die Gründung einer Dorfgemeinschaft
wurden schon im August 1966 in der damaligen Gärtnerei Dunajtschick
am Wildrosenweg geführt, als er zu einer Dahlienschau einlud.
Ein besonderer Dank gilt dem am 24.2.81 im 92. Lebensjahr verstorbenen Hermann
Vahlenkamp. Er bemühte sich nach dem Kriege für den Zusammenhalt
der Bürger.
(Gsp. 61/19/1986)
Hermann
Vahlenkamp war auch der Mann, der zur Erstellung eines Ehrenmals in
Achternholt eine Sammlung unter den Einwohnern durchführte. Nachdem
die Gemeinde einen brachliegenden Platz an der Kreisstraße zur
Verfügung stellte, wurde dieser in Gemeinschaftsarbeit hergerichtet.
Drei schlichte Kreuze aus Sandstein erhielten die Namen der in beiden Weltkriegen
Gefallenen und Vermissten, deren Zahl sich auf 27 beläuft. Alljährlich
findet unter Beteiligung der Einwohner eine schlichte Kranzniederlegung mit
einer kurzen Feierstunde statt.
Gsp. 37/10/1980
2)
Grillhaus:
Nachdem die Dorfgemeinschaft sich nicht zur
Restaurierung oder zum Bau eines Schafkovens (dem Achternholter Symbol auf
der Bürgermeisterkette) entschließen konnte, wurde auf der
diesjährigen Hauptversammlung beschlossen, den schon vorhandenen Grillplatz
am Ausgang des Achternholter Wanderecks durch Errichtung eines
Grillhauses zu erweitern.
(Gsp. 44/21/1982)
3) Heinrich Bartels:
Zum
90. Geburtstag konnte die Dorfgemeinschaft am 10.9.1982 ihren zweitältesten
Einwohner Heinrich Bartels mit einem Präsentkorb
beglückwünschen. Der Jubilar konnte auch in diesem Jahre wieder
seinen Ehrentag bei bester Gesundheit begehen und seine Gäste recht
interessant unterhalten.
Vor allem die Erlebnisse aus seiner Soldatenzeit und aus dem 1. Weltkrieg
sind ihm noch in bester Erinnerung, und es ist erstaunlich, an welche Details
er sich trotz der langen Zwischenzeit noch erinnern kann. Im Jahre 1913
rückte er zu den 91. Dragonern nach Oldenburg ein, die im 1. Weltkrieg
in Frankreich eingesetzt wurden. Als letzter Soldat verließ er 1919
die Kaserne in Oldenburg, genau einen Tag vor Heiligabend.

Gsp./45/21/1982
4) Nachkriegszeit und Polenhochzeit
Der 2. Weltkrieg war zu Ende.
Die Mehrzahl der Arbeitskräfte in Achternholt im Kriege waren Polen.
Mädchen und Jungen, die damals erst 18 Jahre alt waren, und auch ganze
Familien waren zum Arbeitseinsatz aus Polen nach hier geschickt worden.
Als es dann mit dem Rücktransport auch nicht so recht klappen wollte,
gingen einige zurück zu ihren Arbeitgebern und sagten: "Ich lieber arbeiten
bei guten Bauern für Essen und Trinken als sitzen im Sammellager.
Auf dem Bild neben dem Brautpaar sitzen links Oma Braje und rechts Opa
Braje.
Im November 1945, 1/2 Jahr nach Kriegsende fand im Hause Braje eine Polenhochzeit
statt. Ein junges Paar hatte sich entschlossen, hier auf dem Bauernhof Hochzeit
zu feiern.
Als der Tag da war, wurde die "Polenbraut" von den deutschen Frauen eingekleidet.
Ein weißes Hochzeitskleid wurde ihr zu Ehren aus dem Kleiderschrank
geholt, und Oma Martens, genannt "Kaiserbur", schmückte die Braut mit
ihrem Brautschleier. So wurde dann im engsten Kreise Hochzeit gefeiert.
Hans Schwettmann, Gsp.73/14/1989
5) Pferdewagen mit Vergangenheit

Dieses Heuerhaus am Wildrosenweg in Achternholt diente nach dem Krieg als
Unterkunft für Flüchtlinge. Bei dem Versuch, der Ameisen im Haus
Herr zu werden, ging das Gebäude in Flammen auf. Die Flüchtlinge
waren auf diesem Pferdewagen (im Vordergrund) von Ostpreußen nach
Achternholt gekommen.
Wardenburg/Isensee Verlag/342
6) Auspflug: Ein Foto aus dem Jahre 1938 erinnert
an einen Ausflug in den Teutoburger Wald.

Obere Reihe: Lilie Otten, verwitwete Braje, geb. Otten, Erna Wöbken,
geb. Schröder.
Untere Reihe: Else Schwettmann, geb. Claus, Anna Wöbken, geb. Bolting,
Heinrich Schierhold, Heinrich Wilken, Fritz Lüschen, Heinrich Martens.
Gsp95/1/1959
7) Bild in der Zigarrenkiste
Man spricht von diesem, man spricht von jenem, meistens
über vergangene Zeiten. Man sucht nach diesem, man sucht nach jenem,
meistens nach alten Sachen.
Sehr oft findet man dann meistens auf dem Dachboden in einem alten Schrank
oder Koffer Bücher, Bilder, Dokumente und Zeitungen aus Urgroßvaters
Zeiten.
Ein fast 40 Jahre altes Bild mit 4 "Omis" fanden wir in einer
Zigarrenkiste, die im Wohnzimmerschrank in der besten Stube aufbewahrt
wurde.
Eine dieser Omas, mit einem Blumenstrauß im Arm, feierte ihren 80.
Geburtstag. So eine Geburtstagsfeier fand damals nur im engsten Kreise
statt. Nachmittags gab es eine vernünftige Tasse Kaffee und dazu einen
selbstgebackenen Klaben mit einer dicken Schicht Streusel darauf. Bei einer
größeren Geburtstagsfeier wurde dann zusätzlich noch ein
Topfkuchen mit vielen Eiern und Rosinen darin gebacken.
An dicken Torten mit Sahne und ähnlichen guten Sachen waren sie damals
wenig interessiert. Um die Stimmung nach dem Kaffee noch ein bisschen humorvoller
zu machen, tranken sie dann noch ein paar Schnäpse. Es soll dann sehr
interessant gewesen sein, in einer solchen Stimmung den "Omis"
zuzuhören.

Auf dem Bild von links nach rechts: Sophie Martens, genannt
"Kaiserbur sin Sophie", daneben Anna Hilgen von "Achtern Buch",
dann das Geburtstagskind Catharina Martens, genannt "Mooreilert sin
Trin" und Anna Knetemann, genannt "Gläsker sin Anna".
Gsp.69/20/1988
8) Tante-Emma-Laden schließt seine
Pforten
Seit
Januar 1995 hat der "Tante-Emma-Laden in Achternholt seine Pforten geschlossen.
Etwa 150 Jahre existierte dieser Laden mit Lebensmitteln und
Haushaltsartikeln. Im Jahre 1864, als Bernhard Dietrich Gardeler seine Frau
Gesine Catharina Schmidt aus Littel heiratete, wurde in der Hofbezeichnung
Brinksitzerei mit Gastwirtschaft erwähnt.
Die Familie Gardeler war von 1834 bis 1911 Besitzer dieser Stelle. 1911 wurde
sie von Hermann Wöbken, der aus Wardenburg kam, gekauft.
Die Großmärkte, die heute die Marktwirtschaft bestimmen, haben
fast alle kleinen Betriebe, so z.B. auch die "Tante-Emma-Läden", nach
und nach verschwinden lassen.
In Oberlethe, wo vor 50 Jahren vier Lebensmittelläden ihre Waren verkauften,
(Hollje, Martens, Willers, Langner) hat Fritz Langner 1980 als letzter von
den Vieren seinen Laden geschlossen.
Für viele Dorfbewohner und Umgebung war die Schließung des
"Tante-Emma-Ladens" in Achternholt ein trauriges Ereignis. Beim Einkaufen
gab es immer viel zu erzählen und viele Neuigkeiten zu hören. Es
wurde gelacht und gescherzt, und so war es immer ein gemütlicher
Einkaufsbummel bei Wöbken in Achternholt.
Der ehemalige Laden ist jetzt umgebaut in ein gemütliches Clubzimmer
beziehungsweise einen Versammlungsraum.
Das Bild zeigt den Laden, wie er vor 35 Jahren aussah. Emma Ache aus Achternholt
beim Einkaufen.
Gsp.96/7/1995, Hans Schwettmann
9) Sieben Bürger in
Uniform aus Achternholt und Tungeln, die
Kaiser Wilhelm II.1914 zur Verteidigung des Vaterlandes gerufen hatte, trafen
sich im Jahre 1915 in Achternholt.

1. Reihe von links: Johann Heinrich Heinje, Achternholt, Hibbeler, Tungeln,
August Teebken, Achternholt, Hermann Lüschen, Achternholt. 2. Reihe
von links: Gerhard Braje, Achternholt, Heinrich Wempe, Achternholt, Friedrich
Oetjen, Achternholt.
Gsp.71/18/1989
10) Kriegerdenkmal:
Das Kriegerdenkmal, ein Ehrenmal für die Opfer der letzten beiden Weltkriege
wird wie immer von Achternholtern gepflegt.
An dieser Stelle wollen wir einmal die Beschriftung und Namen in Erinnerung bringen.

Dem
Gedächtnis
unserer
Gefallenen
Vermissten
und der Opfer in der
Heimat im 1.+2. Weltkrieg
1914-1918 + 1939-1945

1914-1918
Wilhelm Lüschen, Ludwig Vahlenkamp,
Johann Vahlenkamp, Heinrich Schwettmann,
Hermann Meyer, Heinrich Meyer,
Hermann Wille

1939-1945
Edo Braje, Bruno Büsing, Gustav Bettermann
Richard Freitag, August Oetjen, Hans Knetemann
Willi Hase, Otto Hahn, Hermann Krause
Otto Wempe, Hans Wempe, Hermann Martens
Willi Schwettmann, Heinrich Speckmann
Willi Wöbken, Herbert Vahlenkamp
Heinrich Schmidt, Hinrich Wilken, Rudolf Zahn
(05.06.2003)
11) Jugendfußball VfR-Wardenburg
Rückblick von Benno Sturm als Jugendleiter von 1976 bis 1983 beim
VfR-Wardenburg.
Hinweis: erst Verschiedenes, dann
(Historie)
und zum Schluß (Saison 1981 (von Benno
Sturm))
12) Gemischter Chor Achternholt
Die Achternholter Bürger waren schon immer für eine besondere
Attraktion bekannt. So haben sich nach der Währungsreform 1947 viele
Achternholter zusammengetan, um einen "Gemischten Chor Achternholt" ins Leben
zu rufen. Es wurde früher sowieso viel mehr bei jeder Gelegenheit
gesungen.
Ein Dirigent wurde auch gleich gefunden. Es war Otto Krumland.
!960 wurde hinter der Gastwirtschaft August Wöbken eine Kegelbahn
gebaut.
Danach wurden die Kegelgruppen "Männerkegelverein Achternholt" und
"Frauenkegelverein" Achternholt gegründet.
Durch diese Neugründungen gingen dem Chor so viele Sänger verloren,
daß er sich auflöste.
Dieses Bild zeigt den Chor um ca. 1954.

Von links nach rechts:
Emma Gardeler, Helmut Gardeler, Alfred Martens, Alma Lütjelüschen,
Willi Lüschen, Alma Eilers (geb. Wempe), Else Schwettmann, Werner
Lütjelüschen, LiesaKaiser, Berta Heidkämper, Sophie Wille,
Hans Ache, Willi Heidkämper, Hilde Ripken (geb. Vahlenkamp), Dirk Buschmann,
Liesa Klein (geb. Bischoff), Hannelore Gardeler, Alma Schwettmann, Georg
Schwettmann, Günter Martens, Ellen Heinje, Hermann Lütjelüschen,
Else Maas, Erna Wöbken, Herta Jockheck ( geb. Knetemann), Helmut
Martens.
Nicht auf dem Bild: Grete Ache, Walter zu Leddeloh, Erna
Lüschen, Wilma Brüggemann, Werner Speckmann, Gustav Martens, Walter
Klein und Hilda Hak.
Das Bild zeigt die Musiker (v.li. nach re.) Hans Strohgeil, Johann
Fischbeck und Otto Krumland in Aktion.

1. Dirigent bis ca 1960 war Otto Krumland,
2. Dirigent von 1960 bis zur Auflösung Hans Strohgeil.
Hans Strohgeil (li.)und Otto Krumland (3. v. li.) während einer
Ruhepause.
Hans Strogail und Johann Fischbeck beim gemeinsamen Musizieren.
Die beiden musizierten über 12 Jahre miteinander.

Häusle, Häusle, Häusle bauen, so stand es hinter diesem Bild.
Wo diese Aufnahme gemacht wurde, kann leider nicht festgestellt werden. Es
ist anzunehmen, daß sie in den dreißiger Jahren aufgenommen
wurde.
Diese Häuslebauer waren in der Gemeinde bekannt.
Von links nach rechts: August Döbken, Wardenburg, Gustav Heinemann,
Wardenburg, Hermann Claus, Oberlethe, Heinrich Schierhold, Achternholt,
Emil Otten,Wardenburg.
Hans Schwettmann, Achternholt
14) Ausflug zum
Teuteburger Wald
Ein Foto aus dem Jahre 1938 erinnert an einen Ausflug in den Teuteburger
Wald.
Obere Reihe: Lilie Otten, verwitwete Braje, geb. Otten, Erna Wöbken,
geb. Schröder.
Untere Reihe: Else Schwettmann, geb. Claus, Anna Wilken, geb. Bolting, Heinrich
Schierhold, Heinrich Wilken, Fritz Lüschen, Heinrich Masrtens,

Hans Schwettmann, Achternholt
Durch Zufall wurde die Tafel (DIN A3) auf dem Boden eines Hauses gefunden.
Wenn einer die Tafel größer haben möchte um die Namen besser
lesen zu können, muß er auf die entsprechende Tafel (oben, Mitte
oder unten) klicken!